Fortbildungsseminare

Hier eine Auswahl möglicher Themen:

                                                                                                                                     

 



Kinder unter 3 Jahren in der Kindertagesstätte

Kindertagesstätten öffnen sich immer mehr für die Altersmischung. Traditionelle Altersstufen werden aufgelöst und Kinder können in erweiterten Altersmischungen ihre Betreuung, Bildung und Erziehung genießen. Manchmal ist dies pädagogisch begründet, manchmal müssen aber auch einfach freie Plätze belegt werden, um Gruppenschließungen und somit den Verlust von Arbeitsplätzen zu verhindern.

Viele Hinweise aus der Praxis zeigen inzwischen, dass Kinder in dieser Altersmischung sehr wohl gut miteinander auskommen und voneinander partizipieren. Die Mischung der Altersgruppen eröffnet zusätzliche Entwicklungspotentiale sowohl für die Erzieherinnen als auch für die Kinder. Es gilt sich von dem gewohnten Kindergartenalltag zu verabschieden und neue Herausforderungen anzugehen.

Dieses Seminar möchte Mut machen, sich auf diese Erweiterung einzulassen. Sie erhalten Informationen über das, was Kinder in ihrem jeweiligen Entwicklungsstand brauchen, entwickeln Ziele für dieses Konzept und es werden Überlegungen zur praktischen Umsetzung angestellt.

Schwerpunkte in diesem zweitägigen Seminar können u. a. sein:

  • Kindliche Entwicklung verstehen und unterstützen
  • Bindungstheorie ("Ohne Bindung keine Bildung")
  • Pädagogischer Alltag
  • Bildungsräume und das Material
  • Rituale und ihre Bedeutung für einen harmonischen Ablauf
  • Zusammenarbeit mit Eltern
  • Eingewöhnung nach dem Modell des Instituts INFANS
  • Selbständige Bewegungsentwicklung  n. Emmi Pikler
  • Beziehungsvolle Pflege n. Emmi Pikler
  • Verhaltensmuster
  • u. a. m.

 

                                                                                                                                     

 

Sexualität im Kindergartenalter

Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde die kindliche Sexualität verleugnet, doch Menschen sind sexuelle Wesen von Geburt an. Für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder ist ein gesunder Umgang mit dem eigenen Körper von größter Bedeutung. Sie haben elementare Bedürfnisse nach Zärtlichkeit, Körperkontakt und Zuwendung, sowohl zu ihren direkten Bezugspersonen als auch zu gleichaltrigen Kindern in Spiel- und Kindergruppen.

Der Umgang mit kindlicher Sexualität ist, speziell in dieser Altersgruppe, für viele Erwachsene immer noch sehr schwierig, besonders, wenn es um Themen wie Doktorspiele, kindliches Masturbieren, Nacktheit und sexualisierte Schimpfwörter geht.

Was sollten Sie als ErzieherInnen im Umgang mit Kindern berücksichtigen? Wo sind Grenzen, auch Ihre Grenzen? Ist Sexualität ein Thema in Ihrer Kindertagesstätte bzw. in Ihrem Team? Wenn ja, wie gehen Sie damit um? Wenn nein warum nicht? Wie sprechen Sie mit Eltern darüber?

Schwerpunkte in diesem eintägigen Seminar sind u. a.

  • Entwicklung der kindlichen Sexualität aus psychoanalytischer Sicht
  • Was verstehen wir unter kindlicher Sexualität? Wie zeigt sie sich?
  • Geschlechtsspezifische Verhaltensmuster
  • Austausch in Kleingruppen
  • Anregungen für mehr Sicherheit in der Elternarbeit

                                                                                                                                     

 

Rituale im Alltag der Kindertagesstätte

"Es muss feste Bräuche geben", sagte der Fuchs zum Kleinen Prinzen.

Rituale geben ein Gefühl von Sicherheit, Gemeinschaft und Geborgenheit, wusste schon der Fuchs. In unserer Zeit, in der oft der familiäre, wie auch der berufliche Alltag auseinander zu laufen drohen, ist es besonders wichtig Inseln der Ordnung, Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit zu schaffen.

Schwerpunkte in diesem eintätigen Seminar sind u. a.


Auseinandersetzung mit dem Sinn und Nutzen von Ritualen.

Welche hilfreiche Orientierung können Rituale Ihnen als Team und den Kindern bieten?

Welchen Nutzen haben Sie als Erzieherin für Ihren Tagesstättenalltag?

Wie können Sie Rituale in der Erziehung und im Umgang mit Kindern sinnvoll nutzen?

 

 

                                                                                                                                     

 

Bildungs- und Lerngeschichten

als geeignete Beobachtungsmethode für Kinder unter drei Jahren. "Learning Stories" entwickelt von Margaret Carr in Neuseeland im Zusammenhang mit dem Curriculum für die frühe Kindheit ("Te Whariki").

Die Besonderheiten des Ansatzes:
-Ressourcenorientierte Beobachtungen von Lernprozessen und Lernfortschritten
- Erfassen von Lerngeschichten in natürlichen, alltäglichen Situationen
- Berücksichtigung des sozialen Kontextes
- Kitas als "lernende Gemeinschaft"
- Unterstützung und Förderung tiefer gehenden Lernens von Kindern

Voraussetzung ist die Bereitschaft im Team, eine veränderte Planung der pädagogischen Arbeit anzustreben: diese beruht auf Beobachtungen und setzt an den Fähigkeiten und Interessen des Kindes an. Sie entsteht im Dialog, ist offen angelegt und bezieht die fünf Lerndispositionen mit ein.

Für diese Fortbildung sind mindestens Fünf-Seminartage im kompletten Team einzuplanen, ggf. noch einen Reflexionstag nach Implementierung des Beobachtungskonzeptes.

 

 

                                                                                                                                     

 

Beobachtung und Dokumentation

Die gezielte Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern bildet eine wesentliche Grundlage für die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Dokumentieren fördert und vertieft das einfühlsame Verstehen der Perspektiven von Kindern und gibt Anhaltspunkte für die individuelle Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen. Sie unterstützt die Reflexion des pädagogischen Angebots und bildet Grundlagen für einen Austausch mit den Kindern und für die regelmäßigen Entwicklungsgespräche mit Eltern. Im HBEP ist festgelegt, daß für jedes einzelne Kind eine Dokumentation erfolgt, welche auf Beobachtungen basiert und regelmäßig fortgeführt wird. Sie ist inhaltlich breit angelegt und gibt Einblick in zentrale Entwicklungs- und Lernfelder des einzelnen Kindes.

Wie können Sie jedem Kind gerecht werden, auch den Kindern, die still und "unauffällig" sind?

Sie planen ein einheitliches Dokumentationsschema, und sind auf der Suche nach der geeigneten Methode?

Sie möchten strukturiert beobachten, fragen sich aber, wie sie es bei all dem Zeitdruck der sowieso schon vorliegt, im Tagesgeschehen umsetzen sollen?


Dieses Seminar bietet einen Überblick über die Schwerpunkte des strukturierten Beobachtens und unterschiedlicher Dokumentationsweisen. Durch praktische Übungen werden wir aktiv Szenen beobachten und analysieren. Die eigene Wahrnehmung wird hierbei noch mal besonders in den Blick genommen.

Auch Einblicke in unterschiedliche Beobachtungsbögen (BEK, Sismik, Engagiertheit) können gegeben werden.

Schwerpunkte in diesem zweitägigen Seminar sind u. a.:

  • Wahrnehmung
  • Beobachtung als Grundlage erzieherischen Handelns
  • Techniken und Prinzipien der professionellen, pädagogischen Beobachtung
  • Fallen und Fehlerquellen beim Beobachten und Beschreiben
  • Selbstreflexion